Windsbraut


Das Gedichtchen stammt aus meiner Studienzeit – Anfang der 70er Jahre in Berlin, als ich sehr verliebt war und verwirrt. Einiges davon findet sich in „Babels Berg“

...was die Welt im Innersten zusammenhält ...

...was die Welt im Innersten zusammenhält ...

Ein Apfelsinenmond lugt zwischen Ästen

Mit Frühlingsahnung kokettiert der Wind

Spielt mit dem S-Bahn-Rattern aus dem Westen

Er wirft mit Staub und macht uns beide blind.

Das schadet nichts, wer küsst braucht nichts zu sehen

Und zaust er unsre Haare noch so sehr:

Nur Wetterhähne lassen leicht sich drehen

Ein Liebespaar verträgt schon etwas mehr.

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Eine Antwort zu “Windsbraut

  1. Wie ein begabter Maler mit scheinbar nur ein paar spontan platzierten Strichen, in Wahrheit mit beeindruckender Wort- und Bildvirtuosität, lässt du eine Situation der Intimität lebendig werden, in der ein Freiraum entsteht und bewahrt wird, wobei offen bleibt, ob das Drumherum bei all seiner Seduktivität unerreichbar bleibt oder die dramatis personae schlicht nicht interessiert. Sehr gelungen, Immo, Zugabe!

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